Témoignages

Hier findet ihr Interviews mit den Alumni

Wie heißt du?

Christian Tremmel

Wann warst du in Mainz und Dijon?

Das ist schon sehr lange her, ich war in einem der ersten Jahrgänge: Ich habe von 1995 bis 2000 studiert und war von 1996 bis 1998 in Dijon.

Damals machte man das 2. und 3. Studienjahr in Dijon (DEUG und Licence) und der Abschluss damals war « Magister Artium » und « Maîtrise » der « DEA ». Die Bachelor- und Masterstudiengänge wurden erst kurz nach meinem Studium im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführt.

Welche Fächer hast du studiert?

Romanistik, Germanistik und (Mittlere und Neuere) Geschichte mit Magister-Abschluss sowie Französisch und Deutsch mit Abschluss Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium.

Was machst du jetzt beruflich?

Eigentlich bin ich Gymnasiallehrer (Oberstudienrat am Gymnasium) und gebe auch Lehrerfortbildungen, bin aber derzeit für einige Jahre aus dem Schuldienst beurlaubt. Im Moment bin ich als Dozent für Fremdsprachendidaktik in der Lehrerbildung tätig, genauer gesagt als DAAD-Fachlektor (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst) an der Université Côte d’Azur in Nizza und am INSPE de l’Académie de Nice. Gleichzeitig bin ich dort Koordinator des DFH-Lehramtsstudiengangs UCA Nice-PH Freiburg und Co-Responsable des Lehramtsmasters (Master MEEF). 2022 komme ich aber wieder nach Rheinland-Pfalz zurück.

Hast du noch Kontakt zu deinem Jahrgang?

Zu einigen wenigen aus meinem Jahrgang habe ich noch Kontakt, zum Beispiel zu meiner ehemaligen Mitbewohnerin Felicitas. Aber nach zwanzig Jahren haben die Kontakte natürlich - trotz CLANCI - etwas nachgelassen. Viele sind über ganz Deutschland oder Europa zerstreut, haben Kinder oder beruflich viel zu tun. Und das Studium ist dann irgendwann weit weg... Ansonsten habe ich aber noch zu vielen anderen Freunden aus dieser Zeit in Dijon und Mainz Kontakt!

Wofür insbesondere bist du dem Cursus dankbar?

Da ich mich schon seit meiner Jugend für Frankreich, die deutsch-französische Zusammenarbeit und andere Länder interessierte war der integrierte Studiengang eine optimale Möglichkeit, ziemlich lange in Frankreich zu sein und das Land und sein Studiensystem von innen kennenzulernen. Eigentlich haben der interkulturelle Austausch und das Wandeln zwischen beiden Ländern bislang die längste Zeit meines Lebens bestimmt. La preuve : Je suis encore et toujours en France !

Wie ist der Cursus heute in deinem Alltag präsent?

Da ich nun selbst seit über vier Jahren einen deutsch-französischen Lehramtsstudiengang mitplane und betreue und in diesem Zusammenhang als Dozent in lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterkursen lehre, spielt die Erfahrung aus meinem eigenen deutsch-französischen Studium weiterhin eine große Rolle. Ich kann außerdem sehr gut die Perspektive wechseln und mich sehr gut in die Studierenden beider Länder hineinversetzen und verstehe immer besser, wie komplex es ist, beide Studien- und Bildungssysteme unter einen Hut zu bringen.

In welchen Momenten musst du an den Cursus denken?

Ich denke sehr oft an Dijon-Mainz, denn ich treffe immer wieder alte Freunde und Bekannte aus dem Studiengang, zum Beispiel beim Deutsch-französischen Forum in Straßburg oder bei Treffen der DFH-Fachgruppe « Lehrerbildung ». Auch bei Französischlehrerfortbildungen kommt es oft vor, dass ich Cursus-Absolventen wiedersehe.

Da ich viele Jahre auch Vorsitzender des Alumnivereins CLANCI war und diesen mitgründete, bekomme ich ansonsten natürlich immer wieder Mails oder Anrufe, die mich an die Zeit erinnern, auch wenn ich aus beruflichen Gründen derzeit nicht mehr so aktiv in der Alumniarbeit bin, z. B. weil wir gerade unseren Alumniverein zwischen Nizza und Freiburg aufbauen... 🙂

In welcher Situation hast du ganz besonders von deinem bi-/trinationalen Studium/Abschluss profitiert? (z.B. Bewerbungsverfahren)

Eigentlich habe ich IMMER von meinem binationalen Abschluss und von der deutsch-französischen Erfahrung profitiert. Einige Beispiele:

Nach dem Studium war ich zunächst für eine kurze Zeit in Luxemburg in einer IT-Firma tätig, die für ein EU-Projekt Absolventen mit hervorragenden Sprachkenntnissen suchten. Mein deutsch-französischer Abschluss und die Sprachsicherheit (auch in anderen romanischen Sprachen), die man erst nach längerem Aufenthalt im Land erwirbt, waren da große Vorteile.

Danach war ich fünf Jahre an der Université de Reims Champagne-Ardenne als DAAD-Lektor für Deutsch als Fremdsprache tätig und neben meiner - damals noch ziemlich kleinen - DaF-Lehrerfahrung (1-2 Jahre) waren meine Kenntnisse des französisichen Hochschulssystems und der deutsch-französische Abschluss abermals eindeutige Vorteile im Gespräch mit der Auswahlkommission in Bonn.

Nach der ersten Lektorenzeit und einem Lehrauftrag in der Romanistik habe ich mich entschieden, das Lehramtsreferendariat zu absolvieren und konnte an meiner Ausbildungsschule (Willigis-Gymnasium) über frühere Kontakte aus der Dijon-Zeit eine Austauschfahrt nach Dijon organisieren.

Und zuguterletzt verdanke ich sowohl meine erste Planstelle als Gymnasiallehrer, die ich 2009 an einem neu gegründeten Gymnasium in der Nähe von Mainz antrat, als auch meine derzeitige Tätigkeit mehr oder weniger meinem deutsch-französischen Abschluss. Natürlich hätte ich auch ohne diese Zusatzqualifikation eine Planstelle bekommen. Aber die Planstelle in meiner « Wunschregion » (in oder um Mainz) bekam ich sicher, weil an der Schule jemand mit langer Austauscherfahrung und ein Frankreich-Insider gesucht wurde, um den Fachbereich Französisch und eine Schulpartnerschaft aufzubauen. Und für meine jetzige Tätigkeit, nämlich unter anderem Aufbau und Koordination des 2016 ins Leben gerufenen DFH-Lehramtsstudiengangs Nice-Freiburg zählten zwar bestimmt noch viele andere Aspekte, aber mein « Doppeldiplom » war zumindest ein weiterer großer Vorteil gegenüber anderen Bewerber*innen!

Was möchtest du den jetzigen/zukünftigen Cursus-Studierenden mit auf den Weg geben?

Bleibt neugierig, offen und denkt bei allem, was ihr macht, nicht nur an berufliche Vorteile. Denn daneben ist ein binationaler Studiengang vor allem auch eine tolle persönliche Erfahrung. Manchmal merkt man erst Jahre später, dass und warum sich die Mühe gelohnt hat!

Comment t’appelles-tu ?

Je m'appelle Flora Palicot.

Quand étais-tu à Dijon/Mayence ?

J'ai fait le Cursus Intégré de 2003 à 2006.

Quelles matières as-tu étudiées ?

Allemand et Anglais

Dans quel domaine travailles-tu aujourd‘hui ? 

Je travaille en Allemagne dans le domaine de la coopération franco-allemande : j'aide les jeunes français et allemands en formation professionnelle à trouver un stage dans le pays voisin.

Qu’est-ce que le Cursus Intégré t’a apporté ?

Mon année à Mayence en 2004 m'a permis d'améliorer considérablement mes connaissances d'allemand et de découvrir plus en profondeur la culture allemande.

Le Cursus a également été un tremplin pour poursuivre en Master dans un autre cursus intégré de l'UFA (entre Sarrebruck, Metz et Luxembourg) davantage orienté dans la coopération transfrontalière.

Dans quelle mesure le cursus intégré joue-t-il un rôle dans ta vie quotidienne ?

C'est grâce au Cursus que j'ai rencontré mon partenaire.

Dans quelle mesure ton diplôme binational t'a été particulièrement bénéfique ?

Cela m'a permis de postuler pour différents emplois en Allemagne sans avoir besoin d'entreprendre des démarches pour faire reconnaître mon diplôme - d'ailleurs, je n'ai jamais travaillé en France.

Que souhaites-tu dire aux actuels et futurs étudiants ?

Ce qui compte, c'est l'expérience pratique, plus que le diplôme. Faites un maximum de stages ! Sinon, un bon tremplin pour mettre un pied dans le monde du travail est de prendre part au programme de l'OFAJ "Travail chez le partenaire" - ce que j'ai eu la chance de faire ! - ou au Volontariat franco-allemand (plus d'infos sur www.ofaj.org<http://www.ofaj.org>).

 

Wie heißt du?

Tanja Herrmann

Wann warst du in Mainz und Dijon?

Ich habe im Sommersemester 2006 in Mainz mein Studium begonnen, war dann 2007/08 in Dijon und 2008/09 in Sherbrooke (Kanada). Nach dem Studium habe ich promoviert und war wiederum zu zahlreichen Forschungsaufenthalten in unserer Partnerstadt. Im Rahmen des Master of European Governance and Administration habe ich außerdem mein neunwöchiges Pflichtpraktikum in Dijon absolviert. Ich kehre also bereits seit Jahren immer wieder in den Burgund zurück.

Welche Fächer hast du studiert?

Ich habe die Fächer Französisch, Geschichte und Politikwissenschaften auf Lehramt studiert und in Geschichte promoviert.

Was machst du jetzt beruflich?

Nach einem kurzen beruflichen Zwischenstop in Strasbourg bin ich nun die Leiterin des Referats Outgoing und stellvertretende Leiterin der Abteilung Internationales der Johannes Gutenberg-Universität-Mainz. Auch hier spielt die seit 1976 bestehende Partnerschaft zur Université de Bourgogne natürlich eine zentrale Rolle und der Cursus ist in meinem Berufsalltag präsent.

Wofür insbesondere bist du dem Cursus dankbar?

Für die Möglichkeit, in kurzer Zeit gleich drei Universitätssysteme, Länder und Kulturen in einem Studiengang kennenzulernen. Insbesondere der Aufenthalt in Kanada war das beste Jahr während meines Studiums!

Was möchtest du den jetzigen/zukünftigen Cursus-Studierenden mit auf den Weg geben?

Im ersten Semester in Dijon habe ich fast nur in der Bibliothek drinnen gesessen und gelernt und mir furchtbaren Stress gemacht. Das war im Nachhinein gar nicht nötig. Ein wenig lockerer wäre ich auch durchgekommen. Also: Profitez-en ! 🙂

Wie heißt du?

Ich heiße Aglaia Bianchi.

Wann warst du in Dijon/Mainz?

Ich habe das trinationale Studienprogramm 2006 in Bologna angefangen und war von 2006/7 in Bologna, 2007/8 in Mainz, 2008/9 in Dijon und dann wieder 2009/10 in Bologna, 2010/11 in Mainz und 2011 in Dijon. Nach den drei Abschlüssen (Magister Artium in Deutschland und Master in Frankreich und Italien) habe ich im Rahmen einer deutsch- französischen Cotutelle promoviert, auch wieder im Rahmen des Cursus (im Deutsch-Französischen Doktorandenkolleg Mainz-Dijon). Bis zum Abschluss meiner Promotion war ich regelmäßig für Forschungsaufenthalte in Dijon. Klingt nach viel Reisen, oder? Aber genau der europäische Charakter meines Studiums und die wechselnde Perspektive auf die drei Philologien, die ich studiert habe, haben mir während des Cursus besonders gefallen.

Welche Fächer hast du studiert?

Ich habe Germanistik und Romanistik (Französisch, Italienisch) studiert und in Deutscher Literaturwissenschaft promoviert.

Was machst du jetzt beruflich?

Ich bin heute wissenschaftliche Koordinatorin der jungen Akademie Mainz, dem Förderungsprogramm der Akademie der Wissenschaften und der Literatur |  Mainz für den exzellenten wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs und wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt AMAD-Archivum Medii Aevi Digitale für die Einrichtung eines Repositoriums mit Wissenschaftsblog in der Mediävistik.

Wie ist der Cursus in deinem Alltag heute präsent?

In den vielen Freundschaften, die in der Cursus-Zeit entstanden sind und mir bis heute sehr wichtig sind. Und natürlich im CLANCI! Als Vorsitzende bin ich mit dem restlichen Vorstand regelmäßig im Kontakt, um neue Ideen und Vernetzungsmöglichkeiten für die Ehemaligen des Cursus zu entwickeln und umzusetzen.

Wie heißt du?

André Hansen.

Wann warst du in Mainz und Dijon?

Ich habe mein Studium im Herbst 2006 in Mainz aufgenommen, war 2007/2008 in Dijon, 2008/2009 in Bologna und dann bis zum Abschluss 2011 wieder in Mainz.

Welche Fächer hast du studiert?

Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft und Französische Philologie auf Magister.

Was machst du jetzt beruflich?

Ich arbeite als freiberuflicher Übersetzer mit zwei Spezialisierungen: Literatur (im weitesten Sinne, also Belletristik und Sachbuch) und Jura (Verträge, AGB, Urkunden, Zeugnisse etc.).

Hast du noch Kontakt zu deinem Jahrgang?

Mit einigen meiner Kommiliton*innen bin ich noch gut befreundet und wir treffen uns sogar regelmäßig, obwohl wir in unterschiedlichen Städten leben.

Wofür insbesondere bist du dem Cursus dankbar?

Der Cursus hat mir Einblicke in die Lebens- und Denkweisen in drei Ländern gegeben. Das hilft mir bei meiner aktuellen Arbeit. Es war ansonsten aber eine schöne, ereignisreiche Zeit, an die ich mich gern erinnere.

In welchen Momenten musst du an den Cursus denken?

Vor allem bei Zeugnisübersetzungen. Es ist ein großer Vorteil, das französische Unisystem von innen erlebt zu haben, um den Aufbau mancher Dokumente zu verstehen. Ansonsten gab es in einem Roman von Nicolas Mathieu, den ich mitübersetzt habe, eine ausführliche Passage zum französischen Bildungswesen. Da musste ich auch an meine Zeit im Studium und an meine Arbeit im Dijonbüro zurückdenken.